Es gibt Dinge, die kein Zubehör für Teleskope im engeren Sinne darstellen, im Beobachtungsalltag aber sehr nützlich sein können. Hierrum geht es auf dieser Seite.
Man sollte bei der Beobachtung immer ausreichend Warme Kleidung dabei haben. Wenn man am Wohnort beobachten kann, dann ist das kein Problem und ein Kleidungsstück ist schnell aus dem Schrank geholt.
Anders sieht es aus, wenn man nicht am Wohnort beobachten kann. Hier ist besser ggf. mehr Kleidung mitzunehmen als man braucht, denn eine Jacke oder ein Pullover sind schnell ausgezogen. Umgekehrt nützt ein Kleidungsstück, das zuhause im Schrank liegt, am entfernten Beobachtungsort gar nichts und wenn man einmal anfängt zu frieren, dann ist die Beobachtungsnacht auch so gut wie beendet. Bewährt hat sich hier das „Zwiebelschalenprinzip”, also mehrere Schichten übereinander, die bei Bedarf aus- oder angezogen werden können.
Rotes Licht liegt am langwelligen Ende des sichtbaren Lichts und hat den Vorteil, dass sich die Pupille nicht schließt, d.h. die Dunkelanpassung des Auges geht nicht verloren. Würde weißes Licht genutzt werden, dann würde ich die Pupille reflexartig schließen um das Auge vor Schaden zu schützen. Bis sich die Pupille wieder vollständig geöffnet hat können 15 Minuten vergehen.
Hierbei ist es gegal ob eine Stirnlampe, eine Taschenlampe eine Tischlampe oder eine andere Form der Lampe genutzt wird. Hier entscheiden die Bedingungen ab unter denen die Lampe eingesetzt werden soll.
Es gibt für jedes Betriebssystem eine Vielzahl von elektronischen Sternkarten. Welche davon man am Ende bevorzugt hängt stark von persönlichen Vorlieben ab. Hier heißt es ausprobieren und herausfinden welche Software oder App am besten zu einem passt.
Elektronische Sternkarten bieten die Möglichkeit Ort, Zeit und Datum flexibel einzustellen, was bei der Planung eines Beobachtungsabends sehr hilfreich ist. Außerdem besteh die Möglichkeit des Zoomens und es werden umfangreiche Informationen zu den angezeigten Objekten zu Verfügung gestellt.
Drehbare Sternkarten sind für unterschiedliche geografische Breiten erältlich. Sie bieten eine einfache und schnelle Möglichkeit der Orientierung am Sternenhimmel. Was sie leider nicht anzeigen sind die aktuellen Stellungen von Mond und Planeten.
Drehbare Sternkarten nicht dicker als ein Stück Pappe und bei Bedarf problemlos im Reisegepäck zu verstauen. Sie sind unabhängig von Stromquellen und strahlen kein (weißes) Licht ab, dass andere Beobacheter stören oder die Dunkelapassung der Augen am Beobachtungsort beinflussen könnte.
Gedruckte Sternkarten helfen, wie die drehbaren Sternkarten, bei der Orientierung am aktuellen Sternenhimmel. Sie sind auch in vielen Einführungsbüchern zu finden. Neben den Übersichtskarten gibt es auch Aufsuchkarten, die helfen lichtschwache Objekte auch ohne GoTo-Montierung zu finden. Gedruckte Sternkarten sind unabhängig von Stromquellen und strahlen kein (weißes) Licht ab, dass andere Beobacheter stören oder die Dunkelapassung der Augen am Beobachtungsort beinflussen könnte.
Enthalten detailierte Informationen zu aktuellen Ereignissen wie zum Beispiel Sonnen- und Mondfinsternisse, die Sichtbarkeit der Planeten oder die Stellung der Jupitermonde. Neben den Tabellen und Grafiken für die Himmelsereignisse bieten sie auch weitere, interessante Informtionen in Textform. Sie sind unabhängig von Stromquellen und strahlen kein (weißes) Licht ab, dass andere Beobacheter stören oder die Dunkelapassung der Augen am Beobachtungsort beinflussen könnte.
Heißgetränke wie Kaffee oder Tee dürfen vor und während der Beobachtung gerne getrunken werden. Sie werden allenfalls zum Problem, wenn sich ein menschliches Bedüfnis bemerkbar macht und keine Toilette zur Verfügung steht.
Alkohol dagegen sollte vermieden werden, denn er beeinträchtigt das Sehvermögen und macht müde. Spätestens die Müdigkeit führt dazu, dass der Beobachtungsabend vorzeitig vorbei ist. Bei höheren Alkoholkonzentrationen im Blut nimmt auch die Koordinationsfähigkeit ab, was fatale Folgen für das (teure) Teleskop haben kann.
Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass am Teleskop etwas optimiert werden soll oder dass kleine Reparaturen am Teleskop nötig werden. In diesem Falle sollte das wichtigste Werkzeug zur Verfügung stehen. Deshalb sollte, wenn nicht direkt am Wohnort beobachtet wird, immer Werkzeug im Gepäck sein. Hier reicht oft schon ein Multitool oder ein Mini-Werkzeug-Set mit Schraubendreher, Ratsche, verschiedenen Bits und einer kleinen Konbizange.
Bei der Beobchtung kommt es immer wieder vor, dass man etwas abstellen oder ablegen möchte. Das kann ein Buch, eine Sternkarte oder auch der Kaffeepott sein. In diesem Falle tut ein kleiner Campingtisch gute Dienste.
Während einer langen Beobachtungsnacht kommt hin und wieder der Wunsch auf sich hinzusetzen. Auch kann es je nach Bauart des Teleskops sehr entspannt sein während der Beobachtung von hoch am Himmel stehenden Objekten zu sitzen. Hier muss es kein spezieller, höhenverstellbarer Astrostuhl sein. Auch ein Gartenstuhl oder ein faltbarer Campingsessel tun gute Dienste.
Erstellt am 04. Januar 2025 von Martina Haupt