Monat

Die Phasengestalt des Mondes bot unseren Vorfahren eine Gelegenheit das Jahr in Abschnitte zu teilen. Jeder Abschnitt umfasste den Zeitraum von einem Neulicht, das heißt der ersten Sichtbarkeit der schmalen Mondsichel nach Neumond, zu nächsten Neulicht. Dieser Zeitraum wurde Monat genannt.

Mit Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 45 v. Chr. blieb zwar der Begriff „Monat” erhalten. Aber sowohl der Kalendermonat selbst und die Länge eines Monats orientierten sich aber nicht mehr an den Mondphasen.

Auf dieser Seite geht es hauptsächlich um den Begriff „Monat” wie wir ihn heute verwenden. Zum Verständis ist es aber auch nötig den einen oder anderen Aspekt aus seinem geschichtlichen Hintergrund zu belächten.


Übersicht

Diese Seite ist in folgende Abschnitte gegliedert:


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Mond und Monat

Die Ähnlichkeit der Wörter „Mond” und „Monat” ist kein Zufall. In dem Wort „Monat” steckt tatsächlich das Wort „Mond” und bei praktisch allen frühen Kalendern handelt es sich um Mondkalender. In den meisten Mondkalendern begann ein neuer Monat mit dem Neulicht, also der ersten schmalen Mondsichel nach Neumond; der Vollmond lag also in der Mitte eines jeden Monats.

Mit Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 45 v. Chr., der ein reiner Sonnenkalender war, blieb zwar der Begriff „Monat” erhalten. Aber sowohl der Kalendermonat selbst und die Länge eines Monats orientierten sich aber nicht mehr an den Mondphasen. Das heißt in eienm Sonnenkalendern laufen die Kalendermonate und die Mondphasen unabhängig voneinander.


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Was ist ein Monat

Ein Monat kann, je nach den festgelegten Kriterien für die Bestimmung der Bahnperiode, unterschiedlich lang sein. Jede dieser unterschiedlichen Definitionen für die Länge eines Monats hat ihre Berechtigung und es hängt von der Zielsetzung ab welche Definition für die Lösung eines Problems oder einer Aufgabe zur Anwendung kommt.

Im folgenden ein Überblick über die Definitionen für den Monat, die in der (Amateur-)Astronomie zur Anwendung kommen.

 

Lunation

Eine Lunation ist die Zeit, die zwischen zwei gleichen Mondphasen vergeht. Die Bestimmung der Länge eines Mond-Monats in Mondkalendern beruht auf diesem Prinzip. Wegen der einfachen Beobachtbarkeit mit dem bloßen Auge, also ohne weitere technische Hilfsmittel, wurde in der Regel der Zeitraum von einem Neulicht zum nächsten Neulicht als ein Monat festgelegt.

In der modernen Wissenschaft wird die Länge einer Lunation wird als die Zeitspanne von einem Neumond zum folgenden Neumond gemessen. Durch verschiedene Einflüsse ist die Länge einer Lunation aber nicht konstant. Die Abweichung zum Mittelwert kann mehrere Stunden betragen.

Zum einen ändert sich die Bahngeschwindigkeit des Mondes während seines Umlaufs um die Erde gemäß dem zweiten Keplerschen Gesetz. Die Mondbahn ist leicht elliptisch und deshalb bewegt sich der Mond, wenn er in Erdnähe (Perigäum) ist ein wenig schneller als wenn er in Erdferne (Apogäum) ist.

Zum anderen darf das Erde-Mond-System nicht isoliert betrachtet werden, da dieses – ebenfalls auf einer Keplerbahn – um die Sonne läuft. Auch die anderen Planeten unseres Sonnensystems beeinflussen das Erde-Mond-System. Durch diese Wechselwirkungen verschiebt sich das Perigäum, also der erdnächste Punkt auf der Mondbahn. Der Fachbegriff hierfür ist Apsidendrehung.

 

Synodischer Monat

Der synodische Monat ist die mittlere Dauer einer Lunation. Ein synodischer Monat ist 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten (29,5306 Tage) lang. Der synodische Monat ist die Grundgröße für den Monat in der Zeitrechnung.

 

Siderischer Monat

Ein siderischer Monat bezeichnet die Zeitspanne die die der Mond benötig bis er wieder die gleiche ekliptikale Länge, bezogen auf den Fixsternhintergrund, erreicht. Die Länge eines siderischen Monats beträgt 27,322 Tage. Der siderische Monat wird für Bahnberechnungen benötigt. Zum Beispiel um die Position des Mondes zu einem bestimmten Zeitpunkt vorherzusagen.

 

Drakonitischer Monat

Ein drakonitscher Monat ist die Zeitspanne, die der Mond benötigt um zweimal denselben Knoten, also denselben Schnittpunkt der Mondbahn und der Erdbahnebene, zu passieren. Die Länge eines drakonitischen Monats beträgt 27,21 Tage. Der Drakonitische Monat wird beispielsweise für die Berechnung von Mond- und Sonnenfinsternissen benötigt.

 

Anomalistischer Monat

Ein anomalistischer Monat ist die Zeitspanne, die von einem Perigäumsdurchgang, also dem Durchgang des Mondes durch seien erdnächsten Punkt, bis zum nächsten Perigäumsdurchgang vergeht. Der anomalistische Monat wird, wie der siderische Monat, für Bahnberechnungen benötigt. Zum Beispiel um die Position des Mondes zu einem bestimmten Zeitpunkt vorherzusagen.


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Die Herkunft der Namen der Monate

Die Namen der Monate, wie sie heute in den modernen Kalendern verwendet werden, wurden mit Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 45 v. Chr. von den alten Römern übernommen. Die Namen der Monate haben deshalb ihren Ursprung im Lateinischen. Deshalb sind sie zum Teil nach römischen Göttern oder Kaisern benannt. Andere Monate haben keinen speziellen Namen. Es handelt sich dabei um sogenannte Zählmonate, die nach ihrer ursprünglichen Position im alten Römischen Kalender benannt wurden.


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Namen und Geschichte der Monate

Januar:

Der Januar (lat.: mensis Ianuarius) ist nach dem römischen Gott Janus benannt, dem Gott des Anfangs und des Endes, der Übergänge, der Ein- und Ausgänge sowie der Türen und Tore. In der bildlichen und figürlichen Darstellung wird Janus mit zwei Gesichtern dargestellt, wobei das eine in die Vergangenheit und das andere in die Zukunft schaut.

Der lateinische Namen Januar setzt sich im deutschen Sprachraum durch, die spätlateinische Variante „Jänner” ( von Ienuarius) wird nur regional verwendet; hauptsächlich in Österreich und Südtirol.

Ursprünglich war im antiken römischen Kalender der Januar der elfte Monat des Jahres, aber im Jahr 153 v. Chr. verlegte der römischen Senat den Amtsantritt der Konsuln und damit auch der Beginn des neuen Jahres vom 1. März auf den 1. Januar.

Der Januar hatte ursprünglich (im römischen Lunisolarkalender) 29 Tage, wurde aber bei Cäsars Kalenderreform im Jahr 45 v. Chr. um zwei Tage auf 31 Tage verlängert.

 

Februar:

Der Name Februar ist von dem lateinischen Wort februare (dt.: sühnen, reinigen) abgeleitet, denn der Februar (lat.: Februarius) wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt. Die Bezeichnung „Februar” verdrängte im 15. Jahrhundert den deutschen Begriff „Hornung”.

Die Tatsache warum der Februar nur 28 Tage hat verdanken wir ebenfalls den Römern. Denn der alte römische Mondkalender, so wie er um das Jahr 713 vor unserer Zeitrechnung von Numa Pompilius eingeführt wurde, hatte nur 255 Tage. Dabei gab es 4 Monate mit 31 Tagen und 7 Monate mit 29 Tagen. Für den Februar, der an letzter Stelle stand, blieben nur 28 Tage übrig.

Ursprünglich war der Februarius der letzte Monat des römischen Kalenders. Aus diesem Grund wurden Schalttage an den Februarius angehängt. Diese Vorgehensweise hat sich bis in den gregorianischen Kalender, so wir wir ihr heute benutzen, durchgezogen, auch wenn der Februar durch einen Beschluss des römischen Senats aus dem Jahre 153 v. Chr. an die zweite Stelle gerückt ist.

 

März:

Der Monat März ist nach dem römischen Gott Mars benannt. Mars war einer der zentralen und am höchsten verehrten Götter im antiken Rom, nur Jupiter als oberste Gottheit, war noch höher gestellt. Außerdem war Mars, nach der Legende von der Gründung Roms, der Vater von Romulus und Remus und somit Stammvater der Römer.

Der März markiert den Beginn des Frühlings und wurde im Mittelhochdeutschen auch als „Lenzmonat” bezeichnet. Mit der Einführung des julianischen Kalenders und später des gregorianischen Kalenders wurde aber der Name März übernommen. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist definitionsgemäß immer am 1. März. Der astronomische Frühlingsbeginn, der durch die Tagundnachtgleiche markiert wird, kann zwischen dem 19. und 21. März stattfinden.

Im antiken Rom war der März ursprünglich der erste Monat des Jahres, aber durch einen Beschluss des römischen Senats aus dem Jahre 153 v. Chr. wurde der Amtsantritt der beiden Konsuln und damit der Beginn des neuen Jahres aus militärischen Gründen auf den 1. Januar vorverlegt. Der Januar wurde damit zum ersten Monat des Jahres und der Februar zum zweiten Monat des Jahres. Der März rückte folglich an die dritte Stelle.

Die Länge des Monats März mit 31 Tagen wurde aus dem alten römischen Kalender unverändert in den julianischen Kalender und schließlich in den gregorianischen Kalender übernommen.

 

April:

Der Name des Monats April ist vom dem lateinischen Äquivalent aprilis abgeleitet. Dabei ist die Herkunft des Monats-Namens April nicht abschließend gesichert. Es gibt aber die folgenden drei Theorien:

Die erste Theorie baut darauf auf, dass die Namen der ersten sechs Monate des römischen Kalenders antiken Gottheiten gewidmet sind. Der April könnte nach dieser Theorie der Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe, gewidmet sein. Aphrodite wurde ab dem 4. Jh. v. Chr. mit der römischen Venus gleichgesetzt.

Eine zweite Theorie besagt, dass der Name April auf das lateinische Wort aperire (dt.: öffnen) zurückzuführen ist. Der April gehört auf der Nordhalbkugel der Erde zu den Frühlingsmonaten in denen die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und viele Pflanzen ihre Knospen öffnen.

Auch die dritte Theorie stellt eine Verbindung zum Frühling her, denn hier wird vermutet, dass der Name seinen Ursprung im lateinischen Wort apricus (dt.: sonnig) hat.

Bereits im alten römischen Kalender hatte der April 30 Tage. Mit der Kalenderreform durch Numa Pompilius wurde der April auf 29 Tage verkürzt. Mit der Einführung des julianischen Kalenders wurde er dann wieder auf 30 Tage verlängert.

 

Mai:

In vielen Quellen findet man die Information, dass der Monat Mai nach der römischen Göttin Maia benannt ist. Sie ist die Göttin des Frühlings, des Wachtums sowie der Fruchtbarkeit und auch die Schutzgöttin der Landwirte. Die römische Göttin Maia ist die Gattin des Vulcanus, des Gottes des Feuers. An den Kalenden des Mai, also am ersten Tag des Monats Mai, wurden der Maia Opfer dargebracht. Diese Abstammung des Monatsnamens Mai ist allerdings nicht gesichert, und es war schon in der Antike umstritten ob wirklich eine gemeinsame Wurzel existiert.

Als gesichert gilt dagegen die etymologische Zuordnung zur Wortwurzel mag-, die den Bezug zur Wachstum und Vermehrung aufzeigt. Hier zeigt sich auch die Bedeutung des Monats Mai im ursprünglichen römischen Bauernjahr.

 

Juni:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt..

 

Juli:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

August:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

September:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

Oktober:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

November:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.

 

Dezember:

Diese Information wird in Kürze zur Verfügung gestellt.


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Quellen:


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Aktualisiert am 05.05.2026, 09:10 UTC
Von: Martina Haupt
Kontakt: martina.haupt[ät]amateursternwarte.de